Welche Schnitte & Formen gibt es bei Kleidern?

Kleider machen Leute — welches Kleid passt zu Dir?

Mann in elegantem Kleid
Mann in Kleid Mann in stilvollem Kleid Mann in elegantem Kleid

Kleider gibt es in allen möglichen Stoffen, Verzierungen und Farben. Doch lassen sie sich über ihre Form bzw. den Schnitt in eine Handvoll Kategorien einteilen. Und nicht jedes Kleid steht jeder Figur gleichermaßen. Daher ist es beim Styling und Kauf extrem wichtig zu wissen, worum es geht.

Kennst Du das? Du gehst shoppen, ob online oder offline, und wirst von all den Bezeichnungen und Namen schier erschlagen. Oder du hast ein neues Kleid gefunden und hast nun absolut keine Ahnung, wie genau du es Freunden beschreiben sollst? Du möchtest also mehr Kleidertypen als nur das „kleine Schwarze“ kennen?

„Ein Couturier muss ein Architekt für den Schnitt, ein Bildhauer für die Farben, ein Musiker für die Harmonie und ein Philosoph für den Stil sein.“ – Cristóbal Balenciaga

Kleider machen Leute. Doch jedes Kleid lässt die tragende Person anders wirken und hebt sowohl vorteilhafte als auch unvorteilhafte Bereiche des jeweiligen Körpers hervor. Und vor allem Männer wissen sich selten in den Formen und Schnitten zurechtzufinden und stehen vor der Frage: Welche Kleider passen zu mir?

Welche Kleiderformen gibt es?

Hier einmal eine Liste der Kleider, welche Du im Netz und in den Modehäusern finden wirst:

Jedes dieser Kleider folgt seinen eigenen Schnitten und Formen. Im Folgenden schauen wir uns zwei der beliebtesten Formen genauer an: das A-Linienkleid und das Etuikleid.

Skizze A-Linienkleid Skizze Bandeaukleid Skizze Etuikleid

A-Linienkleid

Prinzipiell stehen A-Linien-Kleider jedem Figurtyp. Je nach Verarbeitung oder Verzierung können A-Linienkleider Problemzonen kaschieren und geschickt verbergen.

Oftmals heben sich A-Linien-Kleider auch durch eine abgesetzte Taille oder ein optisch angesetztes Schösschen hervor und wirken so wie ein Rock und ein separates Oberteil. Bei einer sportlichen Taille kann ein schmaler Taillengürtel den Effekt noch unterstreichen oder gar erzeugen, sollte das Kleid keinen abgesetzten Bereich haben.

Von Problemzonen ablenken ist das Ziel von Mann und Frau gleichermaßen. Daher eignen sich sogenannte „Hängerchen-Kleider“ im Stil der 60er bzw. 70er-Jahre perfekt. Nähte sowie Dekorationen im oberen Teil des Kleids lenken die Blicke zudem weg von problematischen Zonen und sorgen für einen perfekten Auftritt.

A-Linienkleider gibt es sowohl in lang als auch mit kurzem Rock. Der Anlass bestimmt dabei die Länge: Bei einem Business-Meeting darf der Saum im Kniebereich enden, bei einem abendlichen Anlass gerne etwas länger, bei Cocktailpartys auch gern etwas vor den Knien.

Shopping-Tipp: Du kannst zum Beispiel bei OTTO oder BRAX A-Linienkleider unterschiedlicher Modelabels bestellen — achte auf die Schnitte verschiedener Modemarken. Auch Breuninger und Hallhuber führen je nach Saison eine tolle Auswahl.

Etuikleid

Der absolute Klassiker unter den Kleidern. Seit Audrey Hepburn und Grace Kelly sind diese Kleider weltweit berühmt für ihre Eleganz.

Etuikleider sind die perfekten Mode-Basics. Sie sorgen auf der großen Bühne als auch im Businessalltag für einen professionellen Auftritt und können auch für den Abend stilvoll kombiniert werden. Das Etuikleid ist gerade geschnitten, manchmal leicht tailliert und reicht bis zum Knie.

Das Etuikleid lebt von seiner einfachen, aber ausgesprochen wirkungsvollen Schnittführung. Kennzeichnend für die klassische Ausführung ist die schmale, figurbetonte Passform mit Akzentuierung der Taille, die durch eine horizontale Naht optisch hervorgehoben ist. Das Kleid ist etwa knielang und relativ hoch geschlossen, mit waagerechtem, gerade bis leicht rund verlaufendem Ausschnitt und ohne Kragen. Ärmel fehlen ebenfalls oder fallen sehr kurz aus.

Shopping-Tipp: Du kannst zum Beispiel bei Breuninger oder Hallhuber Etuikleider unterschiedlicher Modelabels shoppen — die Größen reichen meist bis 44. Auch bei BRAX findest Du schöne Etuikleider für den eleganten Business-Auftritt.

Welche Kleiderform passt zu mir?

Und jetzt geht's ans Eingemachte. Welche Figur hast Du? Welche Proportionen prägen Dich? In der Modesprache bezeichnen Buchstaben am besten, welche Körperform Du hast. Die Synonyme hierzu sind alltäglichen Dingen nachempfunden und sollen keinesfalls beleidigen — auch wenn Du ein Birnentyp bist, ist das nur beschreibend zu verstehen, dass Du schmale Schultern und breite Hüften hast.

Hierzu gibt es die folgenden Typen:

Der A-Typ

Die Birne symbolisiert diesen Typ besonders. Die Schultern sind eher schmal und zierlich, die Hüften hingegen umso breiter und ausgeprägter. Kleider, die Du trägst, sollten sich dabei vor allem auf deinen Oberkörper konzentrieren.

🛑 Das solltest Du meiden: Halte Dich fern von Kleidern, die im Hüftbereich enganliegend sind. Sie würden die Proportionen deiner Figur nur zu deutlich zum Ausdruck bringen.

✅ Das kannst Du tragen: Alles, was Muster hat bzw. asymmetrische Ausschnitte im Oberkörper! Betone deine Schulterpartie mit Schulterpolstern.

Der H-Typ

Diese Form ist definiert durch ein Rechteck (wie das H an sich auch). Du hast sowohl Schultern, Hüften als auch deine Taille jeweils in ähnlicher Breite.

🛑 Das solltest Du meiden: Halte Dich fern von Kleidern, die deinem Körper Raum geben! Ballonkleider oder auch Oversized-Kleider schmeicheln dir und deiner Figur absolut nicht.

✅ Das kannst Du tragen: A-Linienkleider, Wickelkleider (enganliegend), Empirekleider und Hemd- bzw. Blusenkleider.

Der O-Typ

Der Buchstabe O ist rundlicher als es diese Form sein sollte. Hier möchtest Du aber vor allem von deiner Bauchregion ablenken und deine langen, schlanken Beine bzw. deinen Brustbereich hervorheben. Dies gelingt vor allem durch tiefe Ausschnitte und wenig aufregende, eher gedeckte Farben.

🛑 Das solltest Du meiden: Halte Dich fern von Kleidern, die eng anliegend sind, wie Etuikleider.

✅ Das kannst Du tragen: Gedeckte Farben und am besten Wickelkleider, Hemdblusenkleider und Empirekleider.

Der V-Typ

Analog zum A-Typ, ist es hier vor allem die umgedrehte Form — Dreieckstyp oder auch V-Typ. Hier sind die Schultern breit und die Hüften eher schmal. Dies ist häufig bei Männern der Fall, da sie von Natur aus einen ausgeprägteren Schulter- bzw. Brustbereich haben.

🛑 Das solltest Du meiden: Achte darauf, dass Du dich optisch streckst. Empirekleider oder tiefe, schulterfreie Ausschnitte und Kleider mit dünnen, schmalen Trägern sind tabu.

✅ Das kannst Du tragen: Leicht zu merken: Dir steht alles mit V-Ausschnitt gut! Begib dich auch in den Bereich von Neckholderkleidern oder asymmetrischen One-Shoulder-Kleidern. Diese strecken deinen Oberkörper optisch.

Der X-Typ

Hier assoziieren wir häufig auch eine Sanduhr: oben und unten breit, in der Mitte dünn und schmal — die sogenannten „Idealmaße“ 90-60-90.

🛑 Das solltest Du meiden: Schnitte, die mit viel Stoff noch mehr Fülle erzeugen, sowie Oversized-Varianten oder zu kleine Cocktail- sowie Minikleider.

✅ Das kannst Du tragen: Etuikleider, Wickelkleider und alles mit V-Ausschnitt.